Irmgard Fuchs

Wir zerschneiden die Schwerkraft

Wir zerschneiden die Schwerkraft
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Klem schickt Sehnsuchtsbotschaften per Silvesterrakete zu den Sternen. Ein alter Mann flüchtet in seinen Koffer und treibt mit diesem durchs All. P. Gruber zerpflückt im Zuge mehrerer Bewerbungsschreiben sein Leben und am Ende bleibt nur eine Insel.

Es ist die Frage nach der eigenen Daseinsberechtigung, die in den Erzählungen von Irmgard Fuchs immer wieder auftaucht. Die Figuren zweifeln an sich selbst, an der Wirklichkeit und an der Welt im Allgemeinen. Sie haben ihre Schwerkraft verloren, gewinnen dadurch allerdings eine Freiheit, die es ihnen erlaubt, anders zu sein.

Irmgard Fuchs beeindruckt durch ihren genauen Blick und ihren eigenwilligen Ton, der poetisch und leicht, verträumt und ironisch zugleich ist. In ihren Erzählungen versetzt sie die Welt in eine Schieflage: Alltägliches kippt ins Groteske, das Groteske wirkt plötzlich ganz normal.


"Als ich ganz jung war, dachte ich, dass ich alles werden könnte. Servicepersonal zum Beispiel. Oder Schmied. Auch Bürofachkraft. Erst bei der Arbeitsvermittlung hat man mir die Augen dafür geöffnet, dass ich zu sehr nach Austauschbarkeit aussehe und keine besonderen Merkmale aufweise."

Pressestimmen

  • Fuchs zeigt sich als großartige Erzählerin, die die Fluchtversuche [ihrer ProtagonistInnen] mit Wortwitz garniert.

    - Erkan Osmanovic, Literaturhaus Wien
  • Irmgard Fuchs versteht es, von ersten, traurigen, wenn nicht gar niederschmetternden Dingen so zu erzählen, dass man darüber lachen muss. [...] Es ist ein befreiendes Lachen, das diese Texte auslösen, aber es relativiert nicht die Schärfe und Gültigkeit ihrer Aussagen über den Zustand der beschriebenen Welt.

    - Joe Rabl, Literatur + Kritik
  • Irmgard Fuchs schafft es, auf dem knappen Raum einer Erzählung einen Menschen zu porträtieren, dem ein Schmerz implantiert wurde, von dem er sich nicht trennen kann. [...] Dabei verfügt die Autorin über eine Lockerheit, die die Dramatik des inneren Geschehens leicht macht. Das muss erst einmal jemand schaffen!

    - Anton Thuswaldner, Buchkultur
  • Wunderschön poetisch.

    - Thomas Rottenberg, ServusTV
  • Richtig verwegene Geschichten, [...] in sich abgeschlossene Gedankenspiele, die mit viel (Selbst-)Ironie gekonnt einen eigenwilligen Ton pflegen.

    - Uschi Loigge, Kleine Zeitung