Marianne Jungmaier

Das Tortenprotokoll

Das Tortenprotokoll
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Ausgezeichnet mit dem George-Saiko Preis 2016

Der Tod der Großmutter lässt Friederike in ihren Heimatort zurückkehren. Dort hat sich wenig verändert: ein Elternhaus ohne Worte, emotionale Kälte, Familienmitglieder, die ihren Schmerz mit Rationalität betäuben. Der Tod hat in diesem Haus keinen Platz. Während der Vorbereitungen zum Begräbnis sucht Friederike mit ihrer Jugendliebe Tobias im Haus der Großmutter nach Erinnerungen und Geborgenheit. Unter nutzlos gewordenen Dingen findet sie ein altes Protokollheft, das neben Tortenrezepten auch den Hinweis auf ein anderes Leben enthält, eines, von dem niemand weiß.

Marianne Jungmaier hat die Sprache zu ihrem Werkzeug gemacht. Mit ihren Worten lässt sie ganze Welten entstehen, die eine unglaubliche Sogwirkung haben. Ein beeindruckendes Romandebüt über das österreichische Rezept, sich die Vergangenheit und deren Schmerz mit Torten und Tascherln vom Leib zu halten.


"Gleichmäßig bewegte sich ihr Arm, wenn sie Apfelhälften über eine Reibe zog, ihre faltige Hand, mit hellbraunen Flecken gesprenkelt, glänzte vom Saft der Früchte, weiße Flocken und dunkelbraune Kerne klebten daran."

Pressestimmen

  • Ein Roman? Eine Kostbarkeit dank Jungmaiers Beobachtungsgabe und ihres genialen Schreibstils. Unbedingt lesen!

    - Frankfurter Stadtkurier
  • Ein gelungener Wurf, Kategorie Überraschung.

    - Helmut Atteneder, Oberösterreichische Nachrichten
  • Jungmaier gewinnt dem bewährten literarischen Muster ganz eigene, originelle Töne ab. [...] Ihr genügen wenige Sätze, um dieses bedrückende Umfeld in kleinen, atmosphärisch dichten Szenen auszuleuchten. Überzeugendes Romandebüt.

    - Joe Rabl, Literatur + Kritik
  • Unbedingt lesen, wenn Sie ein belletristisches Schmuckstück entdecken wollen.

    - Stefanie Theile
  • Eine Reise in die Vergangenheit, ein dichtes Netz verdrängter Erinnerungen.

    - Freundin
  • Marianne Jungmaier zeichnet das Porträt einer Hausfrau der Kriegsgeneration, die es nie wagte aus ihrer Rolle auszubrechen. [...] Man darf gespannt sein, was von der 30-jährigen Linzerin noch folgen wird.

    - Barbara Köppel, FM4
  • Es ist eine opulente Sprache, die Jungmaier entwickelt hat, um den Mikrokosmos dieses Lebens mit großer Genauigkeit zu entfalten.

    - Alexander Peer, Literaturhaus Wien
  • Ein bezauberndes Panorama ländlicher Idylle wie beklemmender familiärer Abgründe.

    - Sonja Harter, APA
  • Wie die Linzerin Marianne Jungmaier ihre Friederike in die Sprachlosigkeit des Elternhauses zurückkehren und die (Über-)Lebensrezepte der Großmutter finden lässt, hat Sogwirkung.

    - Uschi Loigge, Kleine Zeitung