Andrea Stift-Laube

Die Stierin

Die Stierin
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Maeve arbeitet in einem Käseladen. In den Pausen schnitzt sie Figuren aus einer mythischen Vorzeit: ein Streitheer und zwei Stiere. Abends geht sie zu ihrem Mann Alli, der mit jedem Tag bestimmender wird. In einer anderen Zeit wird die Halbgöttin Maeve mit einem Messer am Hals von einem fremden König vergewaltigt. Aus Scham erzählt sie niemandem davon. Ihre Rache aber stürzt zwei Völker in einen blutigen Krieg, aus dem kein Sieger hervorgehen kann. Ein Chor – drei Frauen aus einer anderen Welt – trägt den Mythos in die Gegenwart. Der alte Konflikt bricht wieder auf.

Andrea Stift-Laube webt den alten irischen Mythos zu einer makabren Geschichte um Macht und Gerechtigkeit. So düster ihre Figuren auch sein mögen, sie sind auf eigentümliche Weise vertraut und zutiefst sympathisch.


"Es war alles voller Blut, der Fußboden, die Ladentheke, die Arbeitsplatte. Ich konnte nur einen Gedanken fassen: Etwas war mir aus der Hand genommen worden."

Pressestimmen

  • Kunstvoll und kurzweilig lässt Andrea Stift-Laube in "Die Stierin" die Erzählebenen verschwimmen.

    - neues deutschland
  • Andrea Stift-Laube erzählt mit erschütternder Direktheit von (sexualisierter) Gewalt. Zugleich aber auch voller mythologischer Erhabenheit von jener tief im Inneren des Einzelnen schlummernden Sehnsucht nach Selbstbestimmung und Freiheit, die durch nichts zu brechen ist. Und die man in letzter Konsequenz auch mit einer Bluttat zu verteidigen bereit ist.

    - Christoph Hartner, Kronen Zeitung
  • Das intensive Kammerspiel schont Figuren und Leser nicht – es geht um Mord, Sehnsucht, Gerechtigkeit. Als Emanzipationsdrama spendet es Mut.

    - Julia Schafferhofer, Kleine Zeitung
  • Nüchterne Sprache, aber umso stärkere Bilder. Eine Konstruktion, die aufgeht.

    - APA