Petra Piuk

Toni und Moni oder: Anleitung zum Heimatroman

Toni und Moni oder: Anleitung zum Heimatroman
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Eine schöne Musik, eine heile Familie und eine Liebesgeschichte – das ist das Rezept für einen gelungenen Heimatroman. Schöner und heiler als in Schöngraben an der Rauscher kann die Welt gar nicht sein: heimatverbundene Menschen, ein starkes Wir und eine bevorstehende Hochzeit. Wären da nicht ständig diese Störungen: eine Großcousine, die den Mord in der Familie aufdecken will, eine Moni, die sich in einen Michael verliebt, Figuren, die sich nicht an die Regeln halten, und eine Romanautorin, die mit niederträchtigen Mitteln das glückliche Ende konterkariert.


Im Rahmen einer Gebrauchsanweisung entwirft Petra Piuk die provinzielle Antiidylle und zerstört Stück für Stück den Schein einer heilen Welt. Bitterböse und zugleich höchst unterhaltsam führt sie den Heimatroman ad absurdum und hebelt alle Regeln des klassischen Erzählens aus.

"Die Hebamme stülpt eine Saugglocke über meinen Schädel und zerrt mich aus dem Mutterloch heraus. Ich bekomme einen Schlag auf den Rücken, beginne zu schreien und lerne meine erste Lektion fürs Leben: Eine Watschen ist gesund."


Pressestimmen

  • Eine explosive Mischung aus überzeichneter Satire und drastischer Kriminalfallaufdeckung.

    - Lisa Schneider, FM4
  • Petra Piuk seziert mit ihren Zeilen gekonnt die österreichische Provinz und deren BewohnerInnen. Dabei wird deutlich, dass die inneren Organe eines idyllischen Heimatromans bösartig sind: Frauenverachtung, sexuelle Übergriffe, Fremdenhass und häusliche Gewalt.

    - Erkan Osmanovic, Literaturhaus
  • Petra Piuk, die im Vorjahr mit ihrem flotten Romandebüt „Lucy fliegt“ auf sich aufmerksam gemacht hat, dunkelt thematisch ab und schärft satirisch nach. Dazwischen: Lyrics von Radio Schlagerglück.

    - APA, Vorarlberger Nachrichten
  • Petra Piuk demontiert ein ganzes Genre. Ihre Antihelden stolpern durch eine Welt voll Alkoholismus, Gewalt, Machtmissbrauch und Nationalismus.

    - Michaela Frühstück, ORF