Petra Piuk

Toni und Moni oder: Anleitung zum Heimatroman

Toni und Moni oder: Anleitung zum Heimatroman
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Wortmeldungen-Literaturpreis 2018

Eine schöne Musik, eine heile Familie und eine Liebesgeschichte – das ist das Rezept für einen gelungenen Heimatroman. Schöner und heiler als in Schöngraben an der Rauscher kann die Welt gar nicht sein: heimatverbundene Menschen, ein starkes Wir und eine bevorstehende Hochzeit. Wären da nicht ständig diese Störungen: eine Großcousine, die den Mord in der Familie aufdecken will, eine Moni, die sich in einen Michael verliebt, Figuren, die sich nicht an die Regeln halten, und eine Romanautorin, die mit niederträchtigen Mitteln das glückliche Ende konterkariert.


Im Rahmen einer Gebrauchsanweisung entwirft Petra Piuk die provinzielle Antiidylle und zerstört Stück für Stück den Schein einer heilen Welt. Bitterböse und zugleich höchst unterhaltsam führt sie den Heimatroman ad absurdum und hebelt alle Regeln des klassischen Erzählens aus.

"Die Hebamme stülpt eine Saugglocke über meinen Schädel und zerrt mich aus dem Mutterloch heraus. Ich bekomme einen Schlag auf den Rücken, beginne zu schreien und lerne meine erste Lektion fürs Leben: Eine Watschen ist gesund."


Pressestimmen

  • Was ihre radikale Subjektivität anbelangt, steht die 1975 geborene Österreicherin ganz in der Tradition ihres Landsmanns Thomas Bernhard. Was die Bösartigkeit ihres Blicks angeht, übertrifft sie ihn bei weitem. [...] „Toni und Moni“ ist eine literarisch derbe Roman-"Anleitung“ von so tiefschwarzem Zynismus, wie man ihn lange nicht gelesen hat.

    - Dierk Wolters, Frankfurter Neue Presse
  • Eine explosive Mischung aus überzeichneter Satire und drastischer Kriminalfallaufdeckung.

    - Lisa Schneider, FM4
  • Petra Piuk seziert mit ihren Zeilen gekonnt die österreichische Provinz und deren BewohnerInnen. Dabei wird deutlich, dass die inneren Organe eines idyllischen Heimatromans bösartig sind: Frauenverachtung, sexuelle Übergriffe, Fremdenhass und häusliche Gewalt.

    - Erkan Osmanovic, Literaturhaus
  • Petra Piuk, die im Vorjahr mit ihrem flotten Romandebüt „Lucy fliegt“ auf sich aufmerksam gemacht hat, dunkelt thematisch ab und schärft satirisch nach. Dazwischen: Lyrics von Radio Schlagerglück.

    - APA, Vorarlberger Nachrichten
  • Petra Piuk demontiert ein ganzes Genre. Ihre Antihelden stolpern durch eine Welt voll Alkoholismus, Gewalt, Machtmissbrauch und Nationalismus.

    - Michaela Frühstück, ORF
  • "Ein beeindruckendes, heftiges, überaus zynisches Buch, das mich echt Nerven gekostet hat. Chapeau."

    - Bücherwurmloch
  • Piuk beweist wie in ihrem Debüt „Lucy fliegt“ ein gutes Ohr für banale Phrasen, ein scharfes Auge für schiefe Bilder und Gespür für familiäre Abgründe. […] In aller Beklemmung zeigt sich garstiger Witz.

    - Dominika Meindl, Falter
  • Sprachlich gewandt […] unterhaltsam und zeitweise verstörend. Gut so.

    - Erich Kocina, Die Presse am Sonntag
  • Piuk ist makaber, witzig, schockiert und stimmt nachdenklich. Eine unkonventionell erzählte Lektüre für aufgeschlossene Leser.

    - Maria Lavadinho, ekz.bibliotheksservice
  • Die Komik erinnert an die bösen Karikaturen von Deix und ihre österreichischen Kolleginnen wie Elfriede Jelinek und Marlene Streeruwitz. […] Die überspitzte Satire trifft den Nerv der Zeit, gerade angesichts der österreichischen Koalition von ÖVP und FPÖ und des Aufschwungs der AfD.

    - Ruth Führer, Hessischer Rundfunk