Marcel Prawy

Marcel Prawy, geboren 1911, gestorben 2003 ebenda, der Sproß einer geadelten Juristenfamilie, wächst wohlbehütet auf, bis die Familie zerbricht.

Vor häuslichen Problemen und dem aufkeimenden Antisemitismus flüchtet er in die Oper, der seine erste große Liebe gilt. Einem der Idole seiner Jugend, dem Startenor Jan Kiepura, folgt er als Sekretär durch die Welt. Mit dessen Hilfe entkommt er auch der Hitler-Diktatur und lernt in den USA seine zweite Liebe kennen: das Musical. Als Kulturoffizier der US-Army kehrt er in seine Heimatstadt zurück und stellt die neue Musiktheaterform gegen größte Widerstände erstmals in Europa vor. Auf den Volksopern-Dramaturgen Prawy wird 1965 das Fernsehen aufmerksam. Seine Sendungen "Opernführer" und "Auf den Spuren von ..." waren über dreißig Jahre lang das, was man heute als "Quoten-Hit" bezeichnet. Dem Staatsopern-Chef-dramaturgen (ab 1972) erschloss sich 1976 die Bühne des Hauses für seine mittlerweile legendären Einführungsmatineen. Er ist Träger hoher österreichischer und ausländischer Auszeichnungen.

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