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Gertraud Klemm

Muttergehäuse

Eine Frau will ein Kind, aber ihr Körper versagt es ihr. Also nimmt sie den Kampf gegen sich selbst auf und macht ihre Umgebung zum Feind. Als sie sich zur Adoption eines afrikanischen Kindes entscheidet, ist ihr Versagen für alle sichtbar. Freunde werden zu Fremden, der Alltag wird zum Hürdenlauf, der auch dann nicht endet, als das Kind kommt. Die Mühlen der Bürokratie tun ihr Übriges. Ein kämpferischer Roman, ein Plädoyer für ein Leben abseits der Norm.

Gertraud Klemm ist Meisterin darin, der Gesellschaft einen schonungslosen Spiegel vorzuhalten. In wütender und poetisch kraftvoller Sprache entblößt sie ihre Figuren, bis sie vollkommen nackt vor uns stehen. 

„Mein Embryo wird in Papier gepackt, Schicht um Schicht. Formulare sind sein Uterus, ein kaltes Knistern sein Nest. Schranken begrenzen meine Mutterschaft, Bewilligungen, rechte Winkel, Bedingungen, Befunde, Gutachten.“

Pressestimmen

  • Gertraud Klemm hat einen außergewöhnlichen Roman geschrieben. In der aktuellen Debatte um frustrierte Mütter schlägt sie einen ganz eigenen Ton an.

    Bettina Ruczynski, Sächsische Zeitung
  • Mit eindringlicher Sprache bohrt sie an so manchen selbstverliebten Muttermythen und Tabus unserer Gesellschaft.

    Astrid Schwarz, Ö1
  • Der ganz eigene Sound Gertraud Klemms trägt die Botschaft des leidenschaftlichen Plädoyers direkt ins Herz.

    Brigitte
  • Wie Gertraud Klemm diese Widersprüchlichkeit funkeln lässt, ist faszinierend. Radikal und direkt sticht sie dort hinein, wo genaues Hinsehen nicht angebracht ist.

    Liliane Studer, literaturkritik.de
  • Die Sprache ist konzise und sehr kompakt. Auf die Essenz verdichtet und überaus poetisch. Über alternative Elternschaft, die das Private zum Politischen werden lässt.

    Astrid Schwarz, FM4
  • Wenn Gertraud Klemm in die Abgründe des Frauseins blickt, kann man sicher sein, dass ein wutschäumender, mitreißender, großartiger Text dabei herauskommt.

    Fatma Aydemir, Taz
  • Mit brutal genauem Blick und Worten wie Finger in der Wunde beschreibt (...) Klemm in diesem autobiografischen Roman ihren Weg zur ersehnten Familie.

    Christine Ellinghaus, Emotion
  • In radikaler, überzeugender Sprache erzählt sie [Gertraud Klemm] von Stigmatisierung und Versagensängsten.

    Sophie Weilandt, ORF ZIB
  • (...) ein spannender, dichter Erzähltext. Immer wieder blitzen scharfe Erkenntnisse auf, konzentriert in überzeugenden Metaphern und pointierten Formulierungen.

    Christian Schacherreiter, Wiener Zeitung
  • Wenn Klemm als genaue Beobachterin gegen Rudelverhalten, Ratgebersprache und Behörden ins Feld zieht, dann ist ihr Ton unbarmherzig und analytisch. Ihre Literatur funktioniert als Kritik an unhaltbaren Denkmustern, die aus purer Gewohnheit nicht (mehr) hinterfragt werden.

    Uschi Loigge, Kleine Zeitung
  • Originelle Formulierungen und unkonventionelle Bilder.

    Wolfgang Huber-Lang, APA
  • Gertraud Klemm hat ein schönes, einfühlsames Buch geschrieben über den Wunsch, eine Familie mit Kindern zu sein.

    Annemarie Stoltenberg, NDR
  • Klemm bezieht Position, zwingt die Leserinnen und Leser mitzufühlen, mitzuleiden, Stellung zu beziehen. Knapp und hart formulierte Bilder und Metaphern, dazu packende Traumsequenzen machen den Text sehr dicht, aber nicht schwer.

    Thomas Jorda, NÖN