Marie Luise Lehner

Fliegenpilze aus Kork

Fliegenpilze aus Kork
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Alpha Literaturpreis 2017

Vater und Tochter streunen durch Wien, lassen sich nachts im Park einsperren, stehlen Elektrogeräte auf dem Müllplatz und sammeln Kupferleitungen auf Baustellen. Was sich wie ein Abenteuer anhört, ist der Alltag der Protagonistin. Nach und nach bemerkt sie, dass ihr Vater nicht wie andere Väter ist. Manchmal ist er arbeitslos, manchmal Bildhauer, Sozialarbeiter oder Hausmeister. Manchmal hat er kein Geld und nichts zu essen zu Hause. Eine Kindheit voller Erwartungen, Enttäuschungen und Träume.
In knappen und dichten Episoden erzählt Marie Luise Lehner die ersten zwanzig Jahre aus dem Leben einer Frau. Es sind Blitzlichter einer Erinnerung – mal schillernd, mal in Scherben liegend – die aber stets von einer kindlichen Leichtigkeit getragen werden.

"Weil wir nie Fahrscheine haben, erklärt er mir, woran man Kontrolleure erkennen kann. Manchmal träume ich von ihnen. Plötzlich stehen sie hinter mir. Ich wache auf, wenn sie „Fahrkarten, bitte“, sagen."

Pressestimmen

  • Der Roman überzeugt durch seine unangestrengte Mischung aus Leichtigkeit und Tiefgang: Die Vaterfigur bleibt bis zum Schluss ambivalent.

    - K. C., Profil
  • Als LeserIn ist man gebannt von dieser so glaubwürdigen Stimme, die die differenzierte Sichtweise einer heranwachsenden Frau auf sich selbst und ihren Vater über die Jahre hinweg gleichermaßen eindringlich wie kunstfertig verhandelt.

    - Veronika Hofeneder, Literaturhaus Wien
  • Lehner zeichnet eine versehrte Figur, ohne sie zu diffamieren. Souverän widersteht sie der Versuchung des analytischen Übergriffs. Und statt das Traumatische dieser Vater-Tochter-Beziehung zu betonen, lässt sie die Liebe ihrer Figuren zueinander aufleuchten. Das ist, zumal für eine so junge Autorin, eine ungewöhliche literarische Leistung.

    - Sophie Dannenberg, Cicero
  • Dieses Buch klagt nicht, sortiert nicht, psychologisiert nicht. Es erzählt. Und man kann anhand seiner Bewegung, seiner Dynamik, wieder einmal sehen, was für eine vielgestaltige Kraft im Erzählen liegen kann.

    - Timo Brandt, Fixpoetry
  • In knappen Vignetten erzählt Marie Luise Lehner von einer Kindheit, deren Magie das eigene Leben fast ein bissl zu unaufgeregt erscheinen lässt.

    - Maxima
  • Eindringliche Momentaufnahmen.

    - Mareike Boysen, Vormagazin
  • Eine tiefe Verbeugung also vor Marie Luise Lehners erzählerischem Talent, ihrer Klugheit, ihrer Genauigkeit. Ihrem Mut, ihrer Kenntnishaftigkeit. So ein gutes Buch zu schreiben, das ist nicht selbstverständlich. Das muss man können und Marie Luise Lehner kann es.

    - Frank Keil, Männerwege
  • Ein Text, der lange nachwirkt und betroffen macht, handelt es sich doch um eine Mischung aus beinharter Abrechnung und zärtlicher Liebe, wie sie wohl vorwiegend zwischen Kindern und Eltern möglich ist. Ein sehr gelungenes, innovatives Debüt einer jungen Autorin.

    - Thomas Geldner, Besprechungen der Büchereien Wien